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Es lohnt sich

Der Alumni-Verein Hamburger Soziologinnen und Soziologen ist das Netzwerk für den beruflichen, wissenschaftlichen und privaten Austausch für alle ehemaligen und aktuell Studierende der Soziologie an der Universität Hamburg.

Eine Mitgliedschaft im Alumni Verein lohnt sich für alle, denn wir bringen Alumnis, Studierende, Unternehmen und die Universität Hamburg zusammen.
  • Bewerbungstipps für Absolventen, Stellenbörse und Kontakte für den Berufseinstieg von Soziologen
  • Aktive Mitglieder, intensiver Austausch und abwechslungsreiche Veranstaltungen
  • Netzwerk für Studierende, Alumnis, Unternehmen und die Universität Hamburg
info@alumni-soziologie.de

Am Freitag, dem 6.11.2009, hatten wir mal wieder die Gelegenheit, den NDR etwas näher kennenzulernen. Unsere Gruppe umfasste 15 Teilnehmer und Jörn Behrends, verantwortlich für den Bereich Markenkommunikation, hatte uns eingeladen und zusammen mit Ottfried Kröger-Bögermann aus dem Bereich Aus- u. Fortbildung begrüßten sie uns um 10:45 Uhr. Beide nahmen sich geduldig und bereitwillig fast 3 Stunden Zeit, uns die Wege zum NDR zu erklären und auch unsere Fragen zum Thema des kritischen und investigativen Journalismus zu beantworten. Wir erfuhren aber auch nebenher sehr viel über die internen Strukturen des NDR und der Mitarbeiter, die Moderatoren, die Redakteure und die Branche des Fernsehens an sich. Der NDR zählt zum eigentlichen Flaggschiff der Branche, Ausbildungen sind entsprechend kostspielig und hochwertig, weshalb Altersgrenzen gesetzt sind und der Mitarbeiter im wahrsten Sinne als hochwertige Investition begriffen wird, die man nicht ohne weiteres wieder an die Konkurrenz verlieren möchte. Dementsprechend wird auch das Haus von Bewerbungen überschüttet. Allein für die Volontärsstellen gibt es im Halbjahr rund 500 Bewerbungen, von denen etwa 55 eingeladen werden.

Der NDR in kurzen Zahlen: Es gibt rund 3.500 Stellen, die sich auf ca. 4.000 Menschen verteilen. Davon verteilen sich ca. 900 auf sog. Rahmenverträge und weitere 10 – 13.000 Journalisten arbeiten als Freie Mitarbeiter dem NDR zu. Weiter gibt es beim NDR etwa 1.800 Menschen im Bereich der Aufnahme- u. Produktionstechnik und um die 45 Tochterfirmen.

Klassisch gibt es immer mehrere Wege in den Journalismus: Der häufigste dürfte der über das staatliche Volontariat sein, die andere Möglichkeit ist die freie Mitarbeit oder ein reglementiertes Praktikum. Der NDR hat darüber hinaus drei unterschiedliche Anstellungsformen: der festangestellte Redakteur, der feste Freie, der mit einem befristeten Vertrag (sog. Rahmenvertrag) über mehrere und längere Jahre (bis zu 15!) dauerhaft seine Arbeit über Honorare abrechnet und arbeitnehmerähnliche Rechte hat und der klassische freie Mitarbeiter, der sporadisch seine Beiträge einreicht und als Selbstständiger abrechnet. Deutlich wird schon hier die eindeutige Sonderstellung, die der Journalismus im Arbeitsrecht einnimmt, auf die auch Herr Kröger-Bögermann immer wieder verwies. Das klassische Volontariat dauert staatlich reglementiert 18 Monate, führt über 6 Wochen durch verschiedene Redaktionen und besteht aus einer Reihe von Seminaren zu Themen wie Hörfunk, Fernsehen, Print, Online und Schreiben. Weitere Inhalte sind Ethik und die damit verbundene Frage, was man berichten darf und was nicht, neben Konstellationen politischer Gesinnung vs. Aktivität. Bezahlt wird ein Volontariat mit 1.412 bis 1.578 €. Die Voraussetzungen für ein Volontariat sind eine breite Allgemeinbildung, ein abgeschlossenes Studium gleich welcher Fachrichtung und die erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren. Deutlich Stellung bezieht der NDR gegen Ausbeutung im Praktikum Es werden aber dennoch keine Praktika vergütet; sie sollen mehr als Kennenlernen dienen. Zumal die Arbeit zumeist hochtechnisch und äußerst verantwortungsvoll ist, sodass der Mitarbeiter bereits qualifiziert sein muss. Die Bewerbungen für Praktika sollten optimalerweise an die zuständigen Redaktionen gerichtet sein. Man kann aber auch oft zufällig dem einen oder anderen Verantwortlichen auffallen, eine interessante Persönlichkeit sein und durchaus so zum NDR stoßen. Alles in allem wurde auch hier die omnipräsente Formel des Zufalls beschworen.

Abschließend wurden wir noch ins Studio der Tagesschau geführt und konnten das bekannte Pult und Fernsehbild bestaunen.

Ansprechpartner:

Dipl.-Sozialwirt; M.A. Uwe Lammers
uwe.lammers@alumni-soziologie.de

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