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Es lohnt sich

Der Alumni-Verein Hamburger Soziologinnen und Soziologen ist das Netzwerk für den beruflichen, wissenschaftlichen und privaten Austausch für alle ehemaligen und aktuell Studierende der Soziologie an der Universität Hamburg.

Eine Mitgliedschaft im Alumni Verein lohnt sich für alle, denn wir bringen Alumnis, Studierende, Unternehmen und die Universität Hamburg zusammen.
  • Bewerbungstipps für Absolventen, Stellenbörse und Kontakte für den Berufseinstieg von Soziologen
  • Aktive Mitglieder, intensiver Austausch und abwechslungsreiche Veranstaltungen
  • Netzwerk für Studierende, Alumnis, Unternehmen und die Universität Hamburg
info@alumni-soziologie.de

7. Forum Wissenschaft

Was kann Hartz von der Organisationssoziologie lernen? – Lange bevor sie im Zuge der Hartz-Reformen zum Regelinstrumentarium der Arbeitsämter erklärt wurden, haben private Arbeitsvermittlungsagenturen das Geschäftsfeld der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen entdeckt und konkurrieren mit öffentlichen und gemeinnützigen Trägern auf dem Markt der wiedereingliederungsorientierten Vermittlung. Diese ‚privaten Dritten’ werden mit Erwartungen aus sehr unterschiedlichen Umwelten konfrontiert. Ihre Auftraggeber sind staatliche Akteure, die sowohl eine effiziente Vorgehensweise als auch die Einhaltung zum Teil recht rigider bürokratischer Vorgaben erwarten. Die Kunden der Vermittlungsagenturen sind die Betriebe der Region. Sie fragen Personal nach, bewerten die Arbeit der Agentur nach ökonomischen Kriterien und vergleichen ihre spezifische Dienstleistung mit der kommerzieller Zeitarbeitsfirmen. Kunden sind aber auch die Langzeitarbeitslosen; vor allem bei Klienten mit starken Vermittlungshemmnissen enthält die Vermittlungsarbeit auch sozial-karitative Elemente. Gelingt es privaten Arbeitsvermittlungsagenturen die divergierenden Rationalitäten ihrer unterschiedlichen Umwelten miteinander zu vereinbaren? Und wenn ja: welche Strategien kommen dabei zum Einsatz?

Mit eben dieser Fragestellung befasst sich die Dissertation von Susanne Dreas, die vor dem vor dem Hintergrund der Hartz-Reformen ungeahnte Aktualität gewinnt. Private Arbeitsvermittlungsagenturen – so genannte Personal-Service-Agenturen (PSA) – stellen ein Herzstück der jüngsten Arbeitsmarktreformen dar. Susanne Dreas empirische Studie zeigt, dass soziologische Forschung einen relevanten Beitrag zur Beantwortung aktueller politischer Fragen liefern kann. Wenngleich sich die Studie auch nicht direkt auf das neue Instrument ‚PSA‘ bezieht, so dürften doch viele der Untersuchungsergebnisse übertragbar sein.

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